Joghurt-Heidelbeer-Cookies

Ein Cookie-Türmchen

Ein Cookie-Türmchen

Sonntags ist bei uns Fastenbrechen. Während der Woche verzichten wir auf alles Mögliche – Alkohol, Kaffee und Zucker und wir versuchen uns dabei möglichst vegan zu ernähren sowie viele frische unverarbeitete Zutaten zu verwenden. Am Sonntag habe ich dann aber die wunderbare Gelegenheit, ein neues Rezept auszuprobieren und dann darf ruhig „kalorisch“ sein. Heute gibt es Cookies. Diese handtellergroßen Kekse sind meistens sehr gehaltvoll und oft ein bisschen weich und zäh bzw. "chewy". Ein totaler Kontrast somit zu den gesunden Backwerken, die in den letzten Tagen meine Küche verlassen haben. Ist das überhaupt ein Widerspruch: gesund und Nascherei? Klingt auf den ersten Blick so, aber ich finde eigentlich nicht. Naschen gehört zum Leben und zu der Ernährung dazu und solange die Zutaten den Körper nicht zu sehr belasten, finde ich das vollkommen OK. Ab und an eine Kalorienbombe - muss halt auch mal sein! :)

Aber was soll jetzt rein in die Cookies? Beim Einkaufen im Supermarkt meines Vertrauens habe ich vor kurzem eine Sonderedition der "Yogurette" entdeckt - mit Heidelbeeren. Jede andere Schokolade, die mit Joghurt gefüllt ist, eignet sich natürlich ebenso gut. Dazu kommen noch ein paar frische Heidelbeeren. Ich kann's kaum erwarten, bis die Kekse fertig sind!

 Zutaten

  • 160g Weizenmehl
  • 120g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Ei
  • 180g Zucker (je 1/2 brauner & weißer Zucker)
  • je 1/2 Tl Backpulver & Natron
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 Tl Vanillepulver
  • 100g Schokolade mit Heidelbeer-Joghurt Füllung (z.B. Yogurette) grob gehackt
  • 100g Blaubeeren (frisch oder aufgetaut)

Zubereitung 

Am Abend bevor gebacken wird die Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer schaumig rühren. Das Ei und das Vanillepulver zufügen und ebenfalls gründlich untermixen. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen. Die trocken Zutaten zur Buttermischung geben und nur so lange rühren, bis gerade ein homogener Teig entsteht. 3/4 der Schokolade und Beeren mit einem Teigschaber unterheben und den Teig für mind. 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. 

Cookies aber eigentlich sind es kleine Kuchen :)

Cookies aber eigentlich sind es kleine Kuchen :)

Am nächsten Tag den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Zwei bis drei Backbleche mit Backpapier auslegen. Von dem Teig 11-12 Portionen auf die Backbleche verteilen. Das geht beispielsweise mit einem Eisportionierer sehr gut. Wichtig ist, dass ausreichend Platz zwischen den einzelnen Cookies bleibt, denn sie nehmen beim Backen deutlich an Größe zu. Es empfiehlt sich max. 4 Cookies auf einem Blech zu backen. Die Cookies mit der verbleibenden gehackten Schokolade und den Beeren bestreuen.

Heidelbeeren und cremige Joghurtschokolade vereint zu einem Cookie

Heidelbeeren und cremige Joghurtschokolade vereint zu einem Cookie

Die Cookies für ca. 12-15 Minuten bzw. bis sie goldbraun sind,  im Ofen backen. Auf dem Backblech auskühlen lassen und dann vorsichtig in einem luftdichten Gefäß zwischen Lagen von Pergamentpapier schichten.  

Greift zu - guten Appetit!

Greift zu - guten Appetit!

Lasst sie euch schmecken und genießt diese herrlichen Kekse.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Bis bald, eure Tine

Halloween {gruseliges Naschwerk}

Halloween - dieses Fest verbinde ich neben wunderbaren Erinnerungen an einen tollen Urlaub natürlich mit dem Tag selbst. Damals waren wir zum New York Marathon gereist und hatten das große Glück, dort diesen besonderen Tag hautnah miterleben zu dürfen. Es ist etwas ganz anderes, viel authentischer und die Stimmung ist unvergleichlich. Die Straßen und fast jeder Hauseingang waren schon Tage zuvor wunderschön bis leicht gruselig dekoriert. Süße Köstlichkeiten in unheimlichen Formen und Farben lachten mich aus diversen Theken und Auslagen an - herrlich! Und natürlich schaurig schöne Kostüme, wohin man auch schaut. Habe ich schon erwähnt, dass ich eine Phobie vor Spinnen habe? Eine echte Herausforderung an einem solchen Tag! ;) Wenn man einmal hautnah dabei war, kommt man an diesem Tag nicht mehr vorbei und schon gar nicht, weil die Halloween-Welle ja zunehmend nach Europa "schwappt".

Eine wunderbare Gelegenheit also, gemeinsam mit meinem Großen zu backen. Er ist immer voller Begeisterung dabei, wenn er helfen darf. Das Hobby der Mama geht nämlich nicht spurlos an ihm vorbei: Bevor ein Sandkuchen verkostet werden darf, muss erst mal ein Foto gemacht werden. :)

Mit vereinten Kräften geht es also ans Werk!

Zutaten für die Kekse

  • 150g Mehl
  • 100g kalte Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Abrieb von einer unbehandelten Zitrone oder Orange

Zutaten für das Icing

  • 250g Puderzucker
  • 1 Eiweiß
  • etwas Zitronensaft
  • 1 El Sirup (möglichst farblos, damit der Guss einen schönen Glanz bekommt)
  • etwas Wasser
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Spritzbeutel und Tüllen zum Dekorieren der Kekse

Zubereitung

Für die Kekse bereite ich aus den Zutaten rasch einen Mürbeteig zu. Es ist wichtig, dass die Butter sehr kalt ist. Durch schnelles Arbeiten wird auch der Teig nicht zu warm. Er darf nun für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, ruhig auch etwas länger.

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier oder Backmatten auslegen.

Den Teig in mehreren Portionen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder Silikonmatte ausrollen und Kekse mit Kürbis-, Fledermaus- oder anderen herbstlichen Ausstechern ausstechen. Da die Kekse anschließend eine ordentliche Icing-Schicht bekommen, mag ich sie gerne etwas dicker als gewöhnlich. Ein halber Zentimeter oder etwas mehr darf es also sein.

Die Kekse werden anschließend für ca. 10-15 Minuten gebacken. Sobald sie goldgelb sind, können sie raus und dürfen auf einem Kuchengitter gründlich auskühlen.

Während die Kekse im Ofen backen, bereite ich das Icing vor. Dafür wird der Puderzucker sorgfältig gesiebt und mit dem Eiweiß, dem Zitronensaft und dem Sirup verrührt. Das geht am schnellsten in der Küchenmaschine. Nach 5-8 Minuten sollte der Guss geschmeidig sein. Er wird dann so lange mit Wasser verdünnt, bis er die richtige Konsistenz hat. Bei der Zugabe von Wasser bitte super vorsichtig sein und in sehr, sehr kleinen Portionen arbeiten. Wenn man die Oberfläche des Icings mit einem Messer teilt, sollte sich die Lücke binnen 10 Sekunden schließen. Sofern flüssige Lebensmittelfarben verwendet werden, sollte man den Guss ruhig etwas fester lassen und kann ggf. nach dem Färben noch etwas Wasser ergänzen.

Nun kann der Guss nach Belieben eingefärbt und auf die Spritzbeutel verteilt werden. Ich verwende für die Dekoration von Keksen Lochtüllen der Größen 1, 2 oder 3. Je kleiner desto filigraner.

Meine Halloween Kekse sind übrigens inspiriert von der wundervollen Amber Spiegel, die eine zauberhafte Seite hat: Sweetambs!

Habt eine tolle Zeit und genießt auch mal 'nen Cookie!

Eure Tine

P.S.: Bei den Cupcakes auf den Bildern handelt es sich um Birnen-Vanille-Muffins mit einer Schokoladenganache. Für die Muffins verwendet ihr das Rezept der Apfel-Karamell-Cupcakes und tauscht die Äpfel gegen 2 grob geriebene Birnen aus. Zitronensaft, Mandeln und Karamellcreme einfach weglassen. Für die Schokoladenganache könnt ihr das Rezept der Schokoholic-Cupcakes verwenden.